Schlammbehandlung


Der im Frischschlammstapel gesammelte Schlamm (vom Sandfang aus der Vorklärung und vom Lamellenabscheider) wird vor der weiteren Verarbeitung gesiebt.
In der Strainpresse wird der Schlamm von innen nach aussen durch ein zylindrisches Sieb gepresst. Haare, Wattestäbchen etc., die hängenbleiben, werden mit einer Schnecke abgestreift und nach vorne ausgepresst.
Der Klärschlamm wird durch die Siebung wesentlich homogener und lässt sich damit in einer nachfolgenden Schlammbehandlung besser und sicherer behandeln.


Der Schlamm aus der biologischen Reinigung (Biofilter) wird zusammen mit dem Schlamm aus der mechanischen Reinigung (Vorklärung und Sandfang) und nach vorgängiger Schlammsiebung (Strainpresse) in die Schlammbehandlung geleitet. Mit einer Zentrifuge wird der noch sehr wässrige Frischschlamm eingedickt. Die Eindickung und die möglichst saubere Feststoff - Wassertrennung wird mit Flockungshilfsmitteln unterstützt.


Im Faulturm wird der vorentwässerte Frischschlamm während 20 Tagen bei 38 Grad ausgefault.
Im luftdicht abgeschlossenen Faulturm bauen Methanbakterien einen Drittel des Schlamms ab.
Dabei ensteht Biogas, das von einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt wird.
Anschliessend wird der ausgefaulte Schlamm in den Schlammstapel gepumpt und bis zur Entwässerung (mittels Zentrifuge) zwischengelagert.





Der Faulschlamm gelangt nach dem Aufenthalt im Vorfaulraum in die beiden Stapelbehälter.
Zuerst wird der Schlamm in den Nachfaulraum,  welcher mit einer Gashaube abgedeckt ist, geleitet, damit noch anfallendes Gas genutzt werden kann.
Der Überlauf des Nachfaulraums führt weiter in den Nacheindicker; in diesem wird der Schlamm mit Hilfe einer Lufteinpressung regelmässig umgewälzt, damit für die weitere Behandlung ein möglichst gleichmässig homogener Schlamm zur Verfügung steht.






Der entwässerte Faulschlamm wird in einem Niedertemperatur-Bandtrockner auf 90% Trockensubstanz getrocknet und in Form von Granulat als Brennstoff entsorgt.
Durch die Gewichtsreduktion von ca. 67% werden Transport- und Entsorgungskosten eingespart.