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Nachdem sich das kantonale Amt für Umweltschutz und die Gemeinde Sattel über die künftige Abwasserentsorgung (Sanierung ARA Sattel oder Anschluss an Gross-ARA) nicht einig geworden waren, verfügte das Amt für Umweltschutz am 13.12.2010 den Anschluss von Sattel an eine regionale Gross-ARA. Das Amt für Umweltschutz stellt in seinem Entscheid fest, dass die ARA Sattel auch nach einer allfälligen Sanierung die Einleitbedingungen in die Steineraa nicht einhalten könne und aus diesem Grund als Lösung nur der Anschluss an eine regionale Gross-ARA in Frage komme. Sowohl die Regierung(Beschluss vom 29.11.2011)als später auchdas Verwaltungsgericht (Entscheid vom 21.08.2013) stützten den Entscheid des Amtes für Umweltschutz.

Es folgten konstruktive Verhandlungen zwischen dem Gemeinderat Sattel und dem Abwasserverband Schwyz bezüglich Einleitung der Sattler Abwässer via Gemeindeleitung Steinen in die ARA Schwyz. Am 25. August 2014 bzw. am 5. September 2014 verabschiedeten der Gemeinderat Sattel und der Vorstand des AVS eine gemeinsame Absichtserklärung über den Anschluss der Gemeinde Sattel an die Abwasserreinigungsanlage Schwyz. Gleichzeitig wurde der Gemeinde Sattel zugestanden, einen Vertreter ohne Stimmrecht (Roli Schnüriger) in den Vorstand des AVS zu delegieren, damit die Gemeinde Sattel bereits vorgängig der Aufnahme über die zukünftigen Entscheide und Investitionen informiert ist.

Die Gemeinde Sattel erstellte im Jahr 2016 die Leitung von der ARA Eumatt bis zum Anschluss Steinen. Der erste Teil bis zum Ecce Homo wurde dabei mit aufwändigen Horizontal-Spülbohrungen durch Fels und Erdreich realisiert. Zweimal musste ein Bach unterquert werden. Der zweite Teil der Leitung konnte in den neu erstellten EBS-Stollen eingelegt werden. Der Schlussteil wurde konventionell in den Boden verlegt. Nach dem Umbau der Kläranlage zum Rückhaltebecken konnte Ende Juni 2017 das Abwasser in die ARA Schwyz geleitet werden. 


Anschluss ARA Muotathal an ARA Schwyz

Nach einem intensiven Abstimmungskampf haben die Stimmberechtigten der Gemeinde Muotathal am 10. Februar 2019 den Beitritt zum Abwasserverband Schwyz mit 849 Ja- zu 713 Nein-Stimmen beschlossen. Damit wird die veraltete ARA Muotathal mittelfristig stillgelegt und die Abwässer der Gemeinden Muotathal und Illgau, sowie von Stoos zukünftig in der ARA Schwyz gereinigt. Am gleichen Tag haben auch die Morschacher ihren Beitrag für den Gemeindeteil Stoos an der Urne gutgeheissen. Die Gemeinde Illgau hatte dem Beitritt bereits an der Gemeindeversammlung im Dezember zugestimmt.

Die in die Jahre gekommene ARA Muotathal hätte ersetzt werden müssen. Nun wird der AV Muotathal, sozusagen als letzte Amtshandlung, die Feinplanung der Zuleitung bis zum Anschluss in Ibach an die Verbandsleitung des AVS in Angriff nehmen. Bis allerdings die ersten Abwässer vom Muotatal in der ARA Schwyz gereinigt werden, wird noch einiges Wasser die Muota herunterfliessen.


Neuorganisation der Schlammverwertung

Ab 2026 sind die Abwasserreinigungsanlagen verpflichtet, den Phosphor aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen. Einer mittleren Kläranlage, wie sie die ARA Schwyz darstellt, ist es aus ökonomischen Gründen nicht möglich, eine Rückgewinnung selber zu installieren. Diese Tatsache und die Dringlichkeit der vertraglichen Bestellung eines geeigneten Schlammabnehmers haben den AVS-Vorstand bewogen, die Schlammbehandlung grundsätzlich zu überdenken. Der Vorstand hat beschlossen,

  • mit der REAL (Recycling Entsorgung Abwasser) Luzern einen Vertrag für die zukünftige Schlammlieferung auszuhandeln, mit der Absicherung, dass ab 2026 die vorgeschriebene Phosphor-Rückgewinnung durch diese Institution garantiert wird.
  • die bisherige Trocknung bereits ab Mai 2019 zurückzubauen, weil der REAL nur entwässerter Schlamm (ca. 24-28% Trockensubstanz) geliefert werden kann. Weil bisher der Klärschlamm aber bis auf 90% TS entwässert worden ist, wird ein grosser Teil unserer Trocknung hinfällig, so dass als Konsequenz die Schlammtrocknung zurückgebaut und die Schlammentwässerung umgebaut werden muss.
  • gleichzeitig auch die künftige Gasverwertung und den Wärmebedarf zu überprüfen. Aufgrund der sich am Ende der Lebensdauer befindlichen Blockheizkraftwerke und der damit verbundenen Nichterfüllung der Abgasvorschriften ab 2022, sowie wegen der Verringerung des Gesamtwärmebedarfs durch den Wegfall der Schlammtrocknung, will der Vorstand eine ökonomisch wie ökologische Lösung finden.



Neue Faulschlamm-Entwässerung

Aus finanziellen und betriebstechnischen Gründen, bedingt durch die Neuorganisation der Schlammverwertung, wird mit dem Umbau der Schlammbehandlung der Dekanter durch eine Schneckenpresse ersetzt. 



Verbands-GEP: Abschluss der Phase 1

Anfangs 2019 ist die Phase 1 (Bestandesaufnahme, Grundlagenerarbeitung und -forschung) des Verbands-GEP grundsätzlich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden dem kantonalen Amt für Umweltschutz zur Kenntnisnahme zugestellt. Allerdings muss - aufgrund der neuen Situation mit dem Anschluss Muotathal - die Phase 1 noch mit den Parametern der Gemeinden Muotathal und Illgau ergänzt werden.

In der nun folgenden Phase 2 werden vom GEP-Ingenieurbüro Massnahmen evaluiert.

Infolge auslaufenden Schmutzwassers musste mit der Sanierung der Mauer im Chämiloch und der sich darin befindlichen Rohrleitung bereits eine Massnahme der Phase 3 vorweg genommen werden.


neue Gebläse in der Biologie

In der Biologie werden die bestehenden acht Gebläse im 2019 durch neue ersetzt. Dadurch kann 20% Strom eingespart werden, und die Unterhaltsarbeiten fallen durch die grösseren Intervallzeiten günstiger aus.